6. August 2010

Es stressen mich 5 kleine Ziegen

Wie ist das zu verstehen? Zum einen, ich (von chin. Tierkreiszeichen her selbst Schaf/Ziege) bin nicht Vater von Fünflingen geworden! Zum anderen bin ich auch nicht unter die Hirten gegangen.

Vielmehr gibt es momentan in Guangzhou kaum einen Fleck, an dem nicht gebaut wird! Und das ganze, weil in 3 Monaten die Asienspiele in Guangzhou sind. Guangzhou selbst hat als Wahrzeichen fünf Ziegen, die auch als drollige kleine Ziegen zu den Maskotchen der Asienspiele gemacht worden sind.

Nur momentan nerven die, weil ich sie mit Baulärm und Dreck an jeder Ecke verbinde. Naja, 3 Monate nur noch ...

Schöne Grüße aus Guangzhou, Jörg!

10. Juli 2010

Seafoodmarket Huangsha

Heute Abend gibts mit Audreys Kollegen Seafood in Restaurant, aber
gekauft wird vorher am angrenzenden Markt.

Also ich lass es mir gleich schmecken!

Schöne Grüße aus Guangzhou, Jörg!

8. Juli 2010

Und da haben wir unseren Meister gefunden

Und dafür bin ich auch noch 2.30 in der Nacht aufgestanden. Zum
dritten Mal in Folge im WM-Halbfinale, wieder nicht der ganz große
Erfolg! Wieder "nur" Weltmeister der Herzen ...

Ich schlaf jetzt weiter,

Enttäuschte Grüße aus Guangzhou, Jörg!

3. Juli 2010

Abends, 22.00 in Guangzhou

Schöne Grüße aus Guangzhou ... Schlaaaaaaand ... Jörg!

18. Juni 2010

Sentosa Island

So, da morgen meine Mini-Südostasien-Asien-Tour endet, gibts heute
Nachmittag ein bisschen relaxen auf Sentosa Island, Singapur!

Schöne Grüße aus Singapur, Jörg!

16. Juni 2010

Als ich meinen Flug verpasste...

Kein Scherz, heute ist der Tag, an dem ich erstmalig mein Flug
verpasste - und ich war auch noch selber Schuld!

Mein Flug wäre 12.55 von Kuala Lumpur International Airport Low Cost
Terminal (LCC) nach Singapur gegangen, mit 45 Check-In hatte ich also
12:10 am Flughafen zu sein! Ich bin ziemlich genau 9:00 aus dem Hotel!
Mit dem Airportbus zum Low Cost Terminal hätte ich 60 Minuten von KL
Sentral gebraucht, 10 Minuten nach KL Sentral! Was mach in dann zwei
Stunden?

Ich dachte mir, nehm ich den KTM Commuter Zug nach Nilai, und von dort
den Bus! Kann auch nicht länger dauern, und ich fahr noch ein bisschen
durch Malaysias Natur mit dem Vorortzug! Erst mit der Monorail und
dann noch ein Stück mit der LRT zur Station des KTM Commuter, von dem
es dann nur 6 Stationen bis Nilai sind. An der Commuterstation war ich
9:55 - noch 3 Stunden. Der Zug hatte einen Takt von 30 Minuten, und
der nächste fuhr nach Plan 10:13, tatsächlich ca. 10:20. Ok, Ruhe
bewahren! 6 Stationen - das sind vllt. 15 Minuten! Wieder falsch - ca.
30 Minuten!

10:50 war ich in Nilai - naja, ok! Das wird schon passen! 1:20h bis
zum Check-In-Ende, über 2 Stunden zum Flug! Der Bus fuhr dann auch
kurz nach 11 los. Und fuhr, und fuhr, und fuhr ... irgendwelche Dörfer
und Wohnsiedlungen! Immer wieder weg von der Straße auf der Airport
ausgeschildert stand! 11:40 war der Bus an einem großen Kreisverkehr,
wo links Low Cost Terminal stand, und geradeaus Terminal 1! Und der
Bus fuhr ... Schei... aber auch! Geradeaus! Erst Terminal 1, dann Low
Cost Terminal? Richtig! 11:50 war ich an der Busstation Terminal 1 -
20 Minuten noch! Der Shuttle Terminal 1 - LCCT sollte eigentlich
sofort losfahren ...

Nunja, 12:10 - das Ende der Check-In-Zeit - der Bus zum Low Cost
Terminal (LCCT) kam, und fuhr auch kurz drauf los. 12:35 waren wir
dann da! 25 Minuten zu spät, 20 Minuten vor Abflug - aber zu spät!

Also zum Ticketcounter von Air Asia! "Hier nochmal den selben für
heute!" - mal sehen ob ich unter 250 Euro wegkomme - so etwa
europäisches Billigfliegerniveau! Nur 244 Ringit, ca. 60 Euro für
einen Flug zwei Stunden nach Buchung! Das nenn ich mal mit einem
blauen Auge davon gekommen! Fragt mal bei der Lufthansa gegen 08:00,
ob ihr 10:00 von Berlin nach Frankfurt fliegen könnt ...

Schöne Grüße vom KLIA Lowcost Terminal, Jörg!

Ich geh jetzt boarden!

15. Juni 2010

Moschee in Putrajaya

Bisher wollte ja keiner "Der große Schlau-Schlau" sein. Daher noch ein
Tipp: Ein Großteil der Bevölkerung des Land besucht regelmäßig
Moscheen!

PS: Weil Diddi nach WM Stories gefragt hatte: Am Montag, als ich in
Guangzhou abgeflogen bin, hatte ich zum zweiten Mal innerhalb eines
Monats bei der Passkontrolle einen richtig netten chinesischen
Beamten. Vorher ist mir sowas in ganzen drei Jahren nicht passiert.
Dieser Beamte fragte mich, ob ich Fussball schaue. "Of course, 4:0!"
sagte ich. Dann sagte er noch das Deutschland guten Fussball spielt
und er hofft, dass Deutschland Weltmeister wird. "Thank you, I hope
so, too!" Kann man ohne Probleme sagen, da China nicht qualifiziert
ist! Und dann sagte er noch "Auf Wiedersehen!" - in Deutsch! Da war
ich dann etwas verdutzt und sagte: "Äh, thank you ... Tschüß ... Auf
Wiedersehen!"

14. Juni 2010

Von wegen: Jörg in China?

Schöne Grüße gibt es heute mal von ganz wo anders! Wer es errätet
und als erster ins Gästebuch einträgt, darf sich offiziell "Der
große Schlau-Schlau" nennen! Kleiner Tipp: Ich bin immernoch in Asien!

Schöne Grüße, nicht aus Guangzhou, Jörg!

22. Mai 2010

Telefon kaufen

Ich glaube, ich muss gewisse Sachen einfach auch mal alleine einkaufen -
mit Audrey ist es zwar einfacher, aber möglicherweise nicht so lustig
wie das, was ich gerade erlebt habe! Kurz zum Verständnis, Gome (国美)
ist sowas wie Media Markt, und Suning (苏宁) ist sowas wie Promarkt.
Also zwei Elektroeinzelhandelsketten im Wettbewerb, die aber im Grunde
das gleiche Angebot haben.

Erst war ich im Jusco, aber da hatten sie das Telefon nur in einer
bereits geöffneten Kiste. Sowas macht mich immer skeptisch, also weiter
zum nächsten Laden: Suning. Fing auch gut an. Passend zum Kauf eines
deutschen Siemens C580, was angeblich auch Made in Germany ist, lief als
Kaufhausmusik "Die Prinzen" mit "Deutschland". In einem Land, wo sogar
Bikinibilder im Netz blockiert werden, kommt im Suning Musik mit dem
Text: "Es gibt manchen, der sich gern über Kanacken beschwert, und zum
F**ken jedes Jahr nach Thailand fährt." Ich fand es einfach nur lustig,
deutsche Musik im chinesischen Suning zu hören.

Wie auch immer, das Telefon gab es, und nach meinen Informationen hat es
auch die Möglichkeit zwischen englischer und chinesischer Menüführung zu
wählen. Doch die Verkäuferin sagte, dass im Werbeprospekt aber nur
chinesisches Menü steht, und auch auf dem Bild nur ein chinesisches Menü
zu sehen ist. Ich sagte ihr: "Hat es englisch, kauf ich - wenn nur
chinesisch, kauf ich nicht." Wer jetzt glaubt, dass die Verkäuferin
losgeht, um eine Verpackung mit Originalinhalt zu holen, irrt. Es gibt
ja nur diese Plastikdummy im Verkaufsraum und im Lager sind die
richtigen Waren. Sie sagte, na dann besser nicht. Ich sagte darauf, ich
nehm es trotzdem. Leider ist es immer ein wenig kompliziert, denn man
bekommt erst einen Zettel, dann geht man damit zur Kasse, wenn bezahlt
ist bekommt man danach die Ware. Vorher kann man auch die Ware nicht
sehen, um beispielsweise mal zu schauen, ob es denn wirklich nur ein
chinesisches Menü hat. Also Zettel bekommen, und zur Kasse. Zwei
Schlangen von je ca. 5 Mann, und so ein Bezahlvorgang ist ja auch nicht
in 30 Sekunden wie bei ALDI abgeschlossen. Nein, dass kann schon mal
dauern. Dummerweise stell ich mich an der falschen Schlange an, weil
dort gerade irgendeine Reklamation oder sowas bearbeitet wird. Das wird
auch nett in Chinesisch gesagt, man solle sich in der anderen Schlange
anstellen, was ich aber nicht verstand. Ich war noch mit SMS
beschäftigt. Als mich jemand antippte und ich hochblickte, war die
andere Schlange nun etwa 10 Mann lang. Da hatte ich die Faxen dicke, gab
der Verkauferin den Zettel wieder und hab noch gesagt, ich geh jetzt zu
Gome - so viel Zeit habe ich nicht. Für ein bisschen Rummotzen reicht
mein Chinesisch schon.

Leicht angefressen habe ich mir sogar vorgenommen, diesmal einen
besseren Preis zu bekommen. 598 stand sowohl bei Suning als auch bei
Gome als Preis ausgeschildert. Ok, zur ersten Verkaufstante: "Hab ich
schon für 500 gesehen!" - was nicht stimmte, aber ich musste es
versuchen! Nein nein, dann müsse ich ein anderes nehmen was billiger
ist, dass von Phillips. "Das ist nicht das gleiche!" Dann muss ich ein
anderes Modell von Siemens nehmen. "Das ist nicht das gleiche!" Ein
anderer Verkäufer kam heran, der wohl vermutete, die Frau kann mich
nicht richtig bedienen: das selbe Spiel! "Ich will nur das! Für 500 hab
ich es schon gesehen!" Der Verkäufer sagte, er guckt mal. Ich hab mich
schon auf 580 eingerichtet - mit viel mehr Nachlass hab ich nicht
gerechnet. Er kommt zurück: "530, besser geht nicht!" Ich musste mich
zusammenreißen, dass ich nicht grinse - also skeptisch gucken nach dem
Motto, 'Naja, gerade so!' Aber ich will ein schwarzes, wenn ich schon
nicht 500 als Preis bekomme. Jaja, kein Problem - versprochen. Wieder
der gleiche lustige Bezahlvorgang wie bei Sunning, nur hier stand an der
Kasse keiner vor mir. Nach etwa 10 Minuten kam die erste Verkaufstante
angerannt mit der Gigaset C580 Box wie erwartet - aber mit einem weißen.
Och nö - ich will schwarz. Ok, rumtelefonier, tu, mach, diskutier und
wieder telefonier. Sorry, haben nur weiß hier. Ich war schon kurz davor
zu sagen: "Ist ja nicht so schlimm, ich nehm es!" Aber dann kamen noch
zwei Kollegen und telefonierten mit, und etwa 10 Minuten später hatte
einer Erfolg. Komm mal mit. Wohin? Was nun? Irgendwohin, auf die andere
Straßenseite.

Ich dachte schon wie gehen in einen anderen Gome. Der Verkäufer, der mit
mir mit ging, musste mir mehrfach den Weg zeigen, weil ich recht
überzeugt war, dass wir zu einem anderen Gome gehen. Aber nein, wir
gingen in den Sunning, in dem ich zuvor schon war. Mein Grinsen wurde
breiter und breiter. Und sogar die gleiche Verkäuferin im Sunning war
noch da, zu der ich mit einem Grinsen sagte: "Die sind einfach
schneller!" Und sie war es auch, die mir dann auf Veranlassung des
Gome-Verkäufers mein weißes gegen ein schwarzes Siemens Gigaset C580
eintauschte. Natürlich stand auch auf der Box, das es sowohl eine
chinesische also auch englische Menüführung hat - das habe ich mir dann
aber gespart ihr auch noch zu zeigen. Ich war eh schon ziemlich happy,
besserer Preis und die Leute von Sunning ein wenig düpiert, weil es dort
mit dem Bezahlen so ewig gedauert hat. Mal abgesehn vom Preis, ist in
China manchmal erstaunlich viel möglich. Man muss nur Geduld und Zeit
haben. Dauer der Aktion? Vom Jusco beim ersten Versuch bis ich mit
Telefon zu Hause war: ca. drei Stunden!

Schöne Grüße aus Guangzhou, Jörg!

Endlich H&M

Gestern war es endlich soweit, Massen drängten sich vor den Toren und es
ist wohl das Ereignis des Monats für junge Chinesinnen! In Guangzhou
wurde ein H&M eröffnet. Wundert mich, warum die Schweden erst jetzt
kommen. Es gibt zwar allein neun Läden in Shanghai lt. deren Webseite,
aber halt bisher noch nicht einen in Guangzhou. Billige Klamotten, die
auch für Chinesen erschwinglich sind und irgendwie auch immer ein
bisschen Trendsetter! Perfekte Mischung für die modebewußte Generation
junger Chinesinnen.

Wer es sich mal anschauen will, China Plaza gegenüber vom Matryrs' Park.
Und ZARA kommt auch noch bis zu den Asienspielen im November, und das
japanische H&M "UNIQLO" gibts auch schon zweimal in Guangzhou. Und die
meisten Lieferanten sind ja auch schon im Land. So langsam kehrt die
heile globale Modewelt auch in Guangzhou ein.

Schöne Grüße aus Guangzhou, Jörg!

29. April 2010

Chinesische Gesetze

Heute gibt es mal einen Auszug aus den alltäglichen Sinnlosigkeiten
chinesischer Gesetze:

Jeder Ausländer muss sich am Ort seines Aufenthalts in China innerhalb
von 24 Stunden registrieren. Hotels machen das beim Check-In
automatisch mit. Wohnt in einer Wohnung, muss man selber zur Polizei
und sich registrieren.

In Guangzhou, wo es ziemliche viele Ausländer gibt, gibts es in den
Polizeistationen extra Angestellte dafür. Die haben in etwa folgende
Arbeitszeiten: Montag bis Freitag 8.30 bis 11.30 und 13.30 bis 17.30.
Samstag und Sonntag geschlossen. Aber der Ausländer muss sich dennoch
innerhalb von 24 Stunden registrieren, wenn er Freitag Abend 20.00 in
Guangzhou ankommt. Mögliche Strafe: 5.000 RMB, etwa 550 Euro für
Ausländer und Vermieter!

Ich bin für jeden Ratschlag dankbar!

Schöne Grüße aus Guangzhou, Jörg!

24. April 2010

Bye bye Linhe Cun

In Tianhe, dem Business District von Guangzhou, schießen die
Wolkenkratzer im Moment wie Pilze aus dem Boden, und dafür muss Platz
gemacht werden! Deshalb wird jetzt das Linhe Cun - also das Linhe-Dorf
platt gemacht! Das ist ein älteres Viertel ohne Straßen - nur ein
paar Gassen - mitten im modernen Tianhe.

Nicht das es sich dabei um erhaltenswerte historisch wertvolle
Bausubstanz handelt, aber es geht Guangzhou schon eine in meinen Augen
recht chinesische Ecke verloren. Viel gravierender ist allerdings
immer bei solchen Vorhaben, dass die Vielfalt der vielen kleinen Läden
verloren geht! Da war der Schlüsselmacher neben dem kleinen
Sanitärhandel und daneben ein Obstladen mir kleiner Apotheke dran - so
ungefähr! In den Bauten die danach entstehen, sind die kleinen
Ladenbesitzer meist nicht mehr. Ob das mit dem Mieten oder der Planung
zu tun hat, keine Ahnung! In den umliegenden neueren Gebäude sind
schätzungsweise sieben von zehn Geschäften Klamottenläden für
Frauen. Diese Monotonie gab es im Linhe Cun nicht!

Auch hier gibt es natürlich ein paar Leute die nicht freiwillig gehen
wollen. Davon wird dann auch im Internet berichtet. Die öffentliche
Zurschaustellung und Anteilnahme ist jedoch weit geringer als in
Deutschland, mit unter gar nicht wahrnehmbar. Eher heißt es: 'Was
wollen die denn? Die werden doch entschädigt und können in eine neue
Wohnung!'

Da das Linhe Cun in meiner direkten Nachbarschaft ist, bin ich auch
ein klein wenig wehmütig. Mal schauen, was danach dort gebaut wird!

Schöne Grüße aus der Nähe des Linhe Cun, Jörg