16. Juli 2013

Flugverspätungen in China

Heute kann man einen schönen Artikel bei tagesschau.de lesen. Da geht es um Flugverspätungen.

Tatsächlich freue ich mich jedes Mal, wenn mein Flug weniger als eine halbe Stunde Verspätung hat. Einige meiner Freunde in Deutschland posten ja sogar auf facebook, wie unfair es ist, wenn der Flug am Freitag Abend 25 Minuten Verspätung hat, und verfluchen schon das halbe Wochenende. Na, wer fühlt sich ertappt? Ich gerate mittlerweile nicht mal mehr sonderlich aus der Ruhe, wenn es zwei, drei Stunden Verspätungen sind.

Erst letzen Freitag wieder ist mein Flug von Fuzhou nach Guangzhou statt 14.30 erst 16.45 gestartet - bei etwa 80 Minuten Flug.

Allerdings nerven die Gründe. Im Artikel ist es klar und deutlich geschrieben - das Militär nutzt an die 80% des Luftraums. Darüber hinaus, ist das Militär in Sachen Luftraumüberwachung auch für den zivilen Luftraum zuständig. Und die meisten Verspätungen sind auf Grund von "Air Traffic Control".

Ein Flug von Guangzhou nach Peking dauert in etwa 2:40h. Im Flugplan sind heutzutage bis zu 3:15h notiert. Fluggesellschaften kalkulieren also schon gut eine halbe Stunde pro Flug Verspätung im Flugplan ein. Die Maßnahmen, die die Behörde CAAC ergreifen will und die Fluggesellschaften bestrafen will, sind meiner Meinung nach Blödsinn. Man braucht für eine aufstrebende Wirtschaftsnation mit aufstrebenden Fluggesellschaften - z.B. ist China Southern eine der ersten Airlines die sowohl den A380 als auch den Dreamliner B787 fliegt - mehr zivilen Luftraum, nicht 80% militärischen Luftraum. Nochmal zum Vergleich - in der USA sind es gerade mal 20% (siehe Artikel).

Am meisten tun mir aber die Flugbegleiterinnen und Flughafenmitarbeiter leid. Die müssen sich die ganze Zeit von den Leuten vollpöbeln lassen, bekommen selber keine Informationen, und müssen auch die ganze Zeit Überstunden schieben. Hier wäre für mich der einzige Ansatz, wo die CAAC Verbesserungen durchsetzen könnte - beim Service und bei den Informationen bei Verspätungen.


Busboarding - auf vielen überfüllten Flughäfen mehr Normalität als Ausnahme

Schöne Grüße aus Guangzhou, Jörg!

1. Juni 2013

Meine Lieblings-Früchtezeit

Momentan ist es heiß, richtig heiß! 37 Grad im Schatten, und viel Sonne nahezu direkt von oben zur Mittagszeit, ergo gibt es gar nicht so viel Schatten.

Aber es gibt auch einen Vorteil bei 100 Grad Fahrenheit. Es ist nämlich gerade allerbeste Früchtezeit. Litschie, Mangostin und Mango sind gerade neben Wassermelone die Früchte der Saison. Am besten genießt man sowas natürlich aus dem Kühlschrank!

Und ja, Mango sind hier auch außen gelb, nicht diese grün-roten seifig schmeckenden harten Dinger, die in Deutschland als Mango verkauft werden. Und wer jetzt glaub, das Mango im Original gar nicht aus China kommt, dem sei gesagt, das Mango auf chinesisch auch Mangguo (芒果) heißt.

Ok, tatsächlich kommt das Wort aus dem tamilischen. Aber die wirklich gelben Mangos in China sind meist süßer und saftiger, und weniger hart.

Mangostin (oder Mangosteen) ist in Deutschland weniger bekannt. Normal ist nicht viel drin. Da entsteht deutlich mehr Schalenabfall als man eigentlich ist. Der essbare Fruchtteil ist weiß.

Und dann noch mein absoluter Favorit: Die Litschie. Litschie (chinesische Lizhi - 荔枝) ist nun tatsächlich original aus China. Richtig gut und dann mit 1,50-2,00€/kg richtig günstig ist die Litschie nur etwa zwei Monate rund um den Juni.

Die Litschie-Verwandte Longyan (Drachenauge) kommt etwas später, schmeckt aber nicht ganz so gut.

Schöne Grüße aus Guangzhou, Jörg!

8. Mai 2013

Meine gemeine Ehefrau

Gerade hatten wir einen Stromausfall nach einem Unwetter zu Hause, und bis alles wieder rund läuft, dauert es immer eine Weile.

Zum Beispiel läuft der Fahrstuhl noch nicht, und da wir im 12. Stock wohnen hatte ich gerade eine kleine kostenlose Fitnesseinheit.

Meine Frau hat bei der Diskussion, was wir essen wollen, und angesichts der Perspektive nach dem Einkaufen 12 Stockwerke Treppen steigen zu müssen, die tolle Idee gehabt, wir könnten ja den McDonalds-Lieferservice anrufen ...

Immerhin wollte sie nicht mich schicken ;-)!

Schöne Grüße aus Guangzhou, Jörg

19. April 2013

Auch in den Subtropen wird gestreut

Ja, auch in Südchina muss gelegentlich gestreut werden. Aktuell ist es mal wieder soweit. Die Wände und Böden sind noch kühl, aber von Osten kommt nun schwül-warme Seeluft. Diese kondensiert dann an den Wänden, Decken und Böden.

Hat man nun einen Boden aus polierten Steinplatten, entwickelt sich das zu einer spiegelglatten Rutschbahn. Folglich muss in öffentlichen Gebäuden, wo dies der Fall ist gestreut werden - wie auf dem Bild im Bahnhof Shilong.

Schöne Grüße aus China, Jörg!

31. März 2013

Ohne Kommentar!

Ich wünsche allen frohe Ostern!

Schöne Grüße aus Guangzhou, Jörg!

13. März 2013

Die Erlaubnis, ein Loch zu bohren

Tatsächlich, bei mir waren gerade Handwerker, die eine Klimaanlage installieren wollten. Die Sicherheitsleute wollten die erst nicht herein lassen, weil sie keine Erlaubnis hatten, ein Loch zu bohren! Da muss erst das Hausmanagement angerufen werden, die eine Erlaubnis ausstellen, damit ein Loch gebohrt werden darf.

Ich hab übrigens auch schon Rauchmelder an der Decke installiert - mit Bohrer. Hat auch keiner gefragt :-)!

Genervte Grüße aus Guangzhou, Jörg!

9. März 2013

"Hilfe, mein neues Auto muss jedes Jahr zur Inspektion."

Chinesen lieben große schöne Autos, vor allem deutsche, mindestens genauso wie viele Deutsche. Wenn das Geld nicht reicht, kanns auch ein anderes sein - lieber schlecht gefahren als gut gelaufen. Aber Wartung oder Instandhaltung ist hier ein Fremdwort.

Ich sitze gerade in der Vertragswerkstatt wo mein Auto gerade die 6-Jahres-Durchsicht hat. Ich freu mich wie bekloppt, dass ich für Zahn- und Keilriemenwechsel, Wasserpumpe und vier neue Reifen von Goodyear zzgl. Kleinkram wie Bremsbeläge und Öl gerade mal 700€ bezahle. Einer meiner Geschäftspartner, mit nahezu dem gleichen Auto nur statt 35Tkm vs. 95Tkm und Lederausstattung und Rückfahrkamera, beschwert sich, dass er letztens 800€ bezahlen musste und nun überlegt ein neues Auto zu kaufen, weil die Reperaturen immer mehr werden.

Für Chinesen ist Instandhaltung ein Konzept was nicht in deren (finanzielle) Weltansicht passt. Das sieht man auch oft an Häusern, aber bei Autos wird es offensichtlich. Während der Wertverlust eines Autos der Golfklasse jährlich locker 1500-2000€ im Schnitt in den ersten drei, vier Jahren kostet, sind 800€ Reparaturen im sechsten Jahr deutlich zu viel und es muss ein neues her.

Meiner Ansicht nach kann man ein gut gepflegtes Auto hier genau so lange fahren wie in Dtl. Ersatzteile und Arbeitsstunden sind im Vergleich zum Neupreis ein Witz.

Achso, und ja, ich fahre einen Peugeot. Ein deutsches Auto kann (oder will) ich mir auch in China nicht leisten und nen Santana 2000 ist nicht so mein Fall. Auch gibt es keinen gut funktionierenden Gebrauchtwagenmarkt.

Ach, und genau genommen ist es das Auto meiner Frau - ich bin nur ihr Fahrer!

Schöne Grüße aus Guangzhou, Jörg!

28. Februar 2013

Reiseübelkeit

Der heutige Blogeintrag ist wenig geschmackvoll, aber es ist ein Thema, welches mich schon seit längerem wundert. Ich würd mich auch tierisch freuen, wenn jemand eine Erklärung für folgendes Phänomen hat.

Wenn man in China Reisebus fährt, und manchmal sogar Stadtbus, gibt es immer irgendwelche Leute, die nach wenigen Kilometern anfangen ihre mitgebrachten Plastiktüten zu füllen. Teilweise sogar beim Autofahren.

Auf der anderen Seit, erlebe ich es in China extrem selten, selbst bei unruhigen Flügen, dass sich jemand übergeben muss. Das erlebt man dann deutlich häifiger bei älteren Leuten in Europa.

Nun kann man sagen, das liegt daran, dass es in Deutschland halt nicht so viele Reisebusse gibt, und dies halt nicht so auffällt, aber es kommt halt auch bei Auto- oder Stadtbusfahrten vor.

Ist das nur ein Statistikfehler, oder gibts da tatsächlich physiologische Unterschiede, so dass Chinesen eher im Bus und Europäern eher im Flugzeug schlecht wird?

Schöne Grüße aus dem Bus zum Flughafen Guangzhou, Jörg

PS: Ein weiteres Thema wäre, warum alte Leute in China so oft Blähungen haben ... ich leide. Und da soll man umweltfreundlich aufs Auto verzichten?

19. Februar 2013

Angemalte Äpfel?

Diese Äpfel sind gerade recht angesagt. Auf ihnen steht "Gong Xi Fa Cai", was soviel heißt wie "Gratulation, werde reich/wohlhabend!" Das ist ein recht typischer Wunsch zum chinesischen Neujahrsfest, welches ja vor etwas mehr als einer Woche anfing und 15 Tage dauert, auch wenn ich schon wieder arbeiten muss.

Angemalt sind die Äpfel übrigens nicht, die werden an den gelben Stellen nur abgeklebt.

Schöne Grüße aus Guangzhou, Jörg!

16. Januar 2013

Neulich bei Air China

Folgendes Gespräch muss so oder so ähnlich vor einer Weile bei Air China intern statt gefunden haben:

"Hallo, Air China Office München hier!"
"Hallo, Air China Marketing Beijing hier! Wir gestalten gerade das neue Boardmagazin. Wir heißt denn der Flughafen bei Euch?"
"Franz Joseph Strauss."
"Flanz Joseph Stlauss, alles klar, danke!"

11. Januar 2013

Effektive Hinrichtung

Das China noch die Todesstrafe anwendet ist ja bekannt, aber dass auch Seminare gegeben werden möglichst effektiv hinzurichten, war mir neu.

Ich bin übrigens vor genau 6 Jahren in China angekommen, und nein, ich weiß noch nicht wann es wieder zurück geht.

Schöne Grüße aus Guangzhou, Jörg!

19. Dezember 2012

Bangkok, Koh Samui, Krabi

Zur Abwechslung mal nicht aus China, sondern aus meinen Flitterwochen aus Thailand. Wir haben uns zwei Wochen nach Thailand aufgemacht, um interessante Paläste und Tempel in Bangkok und traumhafte Strände im Süden Thailands zu besuchen.

Abgesehen davon, dass Bangkok recht anstrengend ist bei über 35 Grad und noch höheren gefühlten Temperaturen, sind unsere Vorhaben jedoch geglückt. Beides, Koh Samui und Krabi sind wunderschön. Einzig die Millionen kleinen toten Korallenstückchen machen einem ein bisschen Sorgen, obwohl gerade hier in Krabi das Wasser unglaublich klar ist. Auch wenn man komplett im Wasser steht, kann man immernoch die Füße sehen. Einzig die Faulheit hat bisher verhindert, dass wir außer einem Elefanten-Trek, einem Thai-Kochkurs, einer Bogenschießen-Übungsstunde und morgen hoffentlich eine Kajak-Tour nur faul am Strand oder Pool rumgelegen haben. Dabei bildet sich meine Frau in Sachen südostasiatischer Geschichte weiter, und ich stille meine Neugier wie wohl Game of Thrones weitergeht. Beides in Englisch, damit wir später Bücher tauschen können :-)!

Gruß aus Thailand, Jörg!









25. November 2012

18 Gänge sind exzessiv?

Heute möchte ich Euch DimSum vorstellen, für alle die, die noch nie in Südchina oder Hong Kong waren. Wobei ich eines vorweg schicken muss: Sogar ich werde in Sachen DimSum zwischen den Extremen hin und her gerissen. Für ein gutes DimSum lass ich fast alles andere stehen, ein schlechtes DimSum hingegen kann mir echt die Laune verderben, wenn ich mich vorher drauf gefreut habe.

Aktuell hat das Marriott in Guangzhou ein Special, DimSum Brunch für etwa 20 Euro - aber nur das beste was es an DimSum gibt. Und das habe ich diesen Monat schon zweimal genossen, eben weil es ein besonders gutes DimSum ist. Klar, es gibt auch Hühnerfüße, die zugegebener Maßen nicht jedermanns Sache sind, aber im Großen und Ganzen ist DimSum eine Empfehlung für Neulinge und alte Hasen in China. Für Neulinge, weil man bei den vielen kleinen Gerichten so unglaublich viele geschmackliche Variationen hat, die kantonesisch typisch auf viel Salz und Schärfe verzichten, und für alte Hasen, weils einfach Spaß macht und man sich gut und gerne zwei bis drei Stunden Zeit nehmen kann.

 Schöne Grüße aus Guangzhou, Jörg!
DimSum

15. Oktober 2012

Überbreite

Der hat mal eben die halbe Autobahn für sich benötigt - ausgehend von 3 Fahr- und einem Standstreifen! Und nein, das ist keine Fotomontage - das hab ich tatsächlich so heute auf dem Weg nach Hause aufgenommen!

Man sollte auch erwähnen, dass die Bäume am Straßenrand den rechten oberen Ballen schon so richtig schön zerfleddert haben, so dass schon Kilometer vorher viel Müll auf der Autobahn rumschwebte.

Schöne Grüße aus Guangzhou, Jörg!

14. Oktober 2012

Xinjiang

Yang Rou ChuanCotton mountainTaklamakan 1Taklamakan 2Taklamakan 3Camel ride
CamelTarim bassinSmall palLop Nor folk danceKorlaPoplar alley
Four leg trafficPole sitting115 hpSmall canal in reedThe best viewBostan lake
On the waterNot on the waterReedMongol tentFishing contestFish feast

Hier klicken, für das ganze Xinjiang Album auf Flickr.

Während der verlängerten Woche der Nationalfeiertage waren Audrey und ich in Xinjiang. Es war, trotz der teuren Flüge, eine Reise die jeden Cent wert war.

Es gibt so viel zu erzählen, was ich hier aber nicht machen werden, und so viele Bilder zu zeigen; also hab ich hier mal die 99 besten ausgesucht.

Schöne Grüße aus Guangzhou, Jörg!