13. März 2013

Die Erlaubnis, ein Loch zu bohren

Tatsächlich, bei mir waren gerade Handwerker, die eine Klimaanlage installieren wollten. Die Sicherheitsleute wollten die erst nicht herein lassen, weil sie keine Erlaubnis hatten, ein Loch zu bohren! Da muss erst das Hausmanagement angerufen werden, die eine Erlaubnis ausstellen, damit ein Loch gebohrt werden darf.

Ich hab übrigens auch schon Rauchmelder an der Decke installiert - mit Bohrer. Hat auch keiner gefragt :-)!

Genervte Grüße aus Guangzhou, Jörg!

9. März 2013

"Hilfe, mein neues Auto muss jedes Jahr zur Inspektion."

Chinesen lieben große schöne Autos, vor allem deutsche, mindestens genauso wie viele Deutsche. Wenn das Geld nicht reicht, kanns auch ein anderes sein - lieber schlecht gefahren als gut gelaufen. Aber Wartung oder Instandhaltung ist hier ein Fremdwort.

Ich sitze gerade in der Vertragswerkstatt wo mein Auto gerade die 6-Jahres-Durchsicht hat. Ich freu mich wie bekloppt, dass ich für Zahn- und Keilriemenwechsel, Wasserpumpe und vier neue Reifen von Goodyear zzgl. Kleinkram wie Bremsbeläge und Öl gerade mal 700€ bezahle. Einer meiner Geschäftspartner, mit nahezu dem gleichen Auto nur statt 35Tkm vs. 95Tkm und Lederausstattung und Rückfahrkamera, beschwert sich, dass er letztens 800€ bezahlen musste und nun überlegt ein neues Auto zu kaufen, weil die Reperaturen immer mehr werden.

Für Chinesen ist Instandhaltung ein Konzept was nicht in deren (finanzielle) Weltansicht passt. Das sieht man auch oft an Häusern, aber bei Autos wird es offensichtlich. Während der Wertverlust eines Autos der Golfklasse jährlich locker 1500-2000€ im Schnitt in den ersten drei, vier Jahren kostet, sind 800€ Reparaturen im sechsten Jahr deutlich zu viel und es muss ein neues her.

Meiner Ansicht nach kann man ein gut gepflegtes Auto hier genau so lange fahren wie in Dtl. Ersatzteile und Arbeitsstunden sind im Vergleich zum Neupreis ein Witz.

Achso, und ja, ich fahre einen Peugeot. Ein deutsches Auto kann (oder will) ich mir auch in China nicht leisten und nen Santana 2000 ist nicht so mein Fall. Auch gibt es keinen gut funktionierenden Gebrauchtwagenmarkt.

Ach, und genau genommen ist es das Auto meiner Frau - ich bin nur ihr Fahrer!

Schöne Grüße aus Guangzhou, Jörg!

28. Februar 2013

Reiseübelkeit

Der heutige Blogeintrag ist wenig geschmackvoll, aber es ist ein Thema, welches mich schon seit längerem wundert. Ich würd mich auch tierisch freuen, wenn jemand eine Erklärung für folgendes Phänomen hat.

Wenn man in China Reisebus fährt, und manchmal sogar Stadtbus, gibt es immer irgendwelche Leute, die nach wenigen Kilometern anfangen ihre mitgebrachten Plastiktüten zu füllen. Teilweise sogar beim Autofahren.

Auf der anderen Seit, erlebe ich es in China extrem selten, selbst bei unruhigen Flügen, dass sich jemand übergeben muss. Das erlebt man dann deutlich häifiger bei älteren Leuten in Europa.

Nun kann man sagen, das liegt daran, dass es in Deutschland halt nicht so viele Reisebusse gibt, und dies halt nicht so auffällt, aber es kommt halt auch bei Auto- oder Stadtbusfahrten vor.

Ist das nur ein Statistikfehler, oder gibts da tatsächlich physiologische Unterschiede, so dass Chinesen eher im Bus und Europäern eher im Flugzeug schlecht wird?

Schöne Grüße aus dem Bus zum Flughafen Guangzhou, Jörg

PS: Ein weiteres Thema wäre, warum alte Leute in China so oft Blähungen haben ... ich leide. Und da soll man umweltfreundlich aufs Auto verzichten?

19. Februar 2013

Angemalte Äpfel?

Diese Äpfel sind gerade recht angesagt. Auf ihnen steht "Gong Xi Fa Cai", was soviel heißt wie "Gratulation, werde reich/wohlhabend!" Das ist ein recht typischer Wunsch zum chinesischen Neujahrsfest, welches ja vor etwas mehr als einer Woche anfing und 15 Tage dauert, auch wenn ich schon wieder arbeiten muss.

Angemalt sind die Äpfel übrigens nicht, die werden an den gelben Stellen nur abgeklebt.

Schöne Grüße aus Guangzhou, Jörg!

16. Januar 2013

Neulich bei Air China

Folgendes Gespräch muss so oder so ähnlich vor einer Weile bei Air China intern statt gefunden haben:

"Hallo, Air China Office München hier!"
"Hallo, Air China Marketing Beijing hier! Wir gestalten gerade das neue Boardmagazin. Wir heißt denn der Flughafen bei Euch?"
"Franz Joseph Strauss."
"Flanz Joseph Stlauss, alles klar, danke!"

11. Januar 2013

Effektive Hinrichtung

Das China noch die Todesstrafe anwendet ist ja bekannt, aber dass auch Seminare gegeben werden möglichst effektiv hinzurichten, war mir neu.

Ich bin übrigens vor genau 6 Jahren in China angekommen, und nein, ich weiß noch nicht wann es wieder zurück geht.

Schöne Grüße aus Guangzhou, Jörg!

19. Dezember 2012

Bangkok, Koh Samui, Krabi

Zur Abwechslung mal nicht aus China, sondern aus meinen Flitterwochen aus Thailand. Wir haben uns zwei Wochen nach Thailand aufgemacht, um interessante Paläste und Tempel in Bangkok und traumhafte Strände im Süden Thailands zu besuchen.

Abgesehen davon, dass Bangkok recht anstrengend ist bei über 35 Grad und noch höheren gefühlten Temperaturen, sind unsere Vorhaben jedoch geglückt. Beides, Koh Samui und Krabi sind wunderschön. Einzig die Millionen kleinen toten Korallenstückchen machen einem ein bisschen Sorgen, obwohl gerade hier in Krabi das Wasser unglaublich klar ist. Auch wenn man komplett im Wasser steht, kann man immernoch die Füße sehen. Einzig die Faulheit hat bisher verhindert, dass wir außer einem Elefanten-Trek, einem Thai-Kochkurs, einer Bogenschießen-Übungsstunde und morgen hoffentlich eine Kajak-Tour nur faul am Strand oder Pool rumgelegen haben. Dabei bildet sich meine Frau in Sachen südostasiatischer Geschichte weiter, und ich stille meine Neugier wie wohl Game of Thrones weitergeht. Beides in Englisch, damit wir später Bücher tauschen können :-)!

Gruß aus Thailand, Jörg!









25. November 2012

18 Gänge sind exzessiv?

Heute möchte ich Euch DimSum vorstellen, für alle die, die noch nie in Südchina oder Hong Kong waren. Wobei ich eines vorweg schicken muss: Sogar ich werde in Sachen DimSum zwischen den Extremen hin und her gerissen. Für ein gutes DimSum lass ich fast alles andere stehen, ein schlechtes DimSum hingegen kann mir echt die Laune verderben, wenn ich mich vorher drauf gefreut habe.

Aktuell hat das Marriott in Guangzhou ein Special, DimSum Brunch für etwa 20 Euro - aber nur das beste was es an DimSum gibt. Und das habe ich diesen Monat schon zweimal genossen, eben weil es ein besonders gutes DimSum ist. Klar, es gibt auch Hühnerfüße, die zugegebener Maßen nicht jedermanns Sache sind, aber im Großen und Ganzen ist DimSum eine Empfehlung für Neulinge und alte Hasen in China. Für Neulinge, weil man bei den vielen kleinen Gerichten so unglaublich viele geschmackliche Variationen hat, die kantonesisch typisch auf viel Salz und Schärfe verzichten, und für alte Hasen, weils einfach Spaß macht und man sich gut und gerne zwei bis drei Stunden Zeit nehmen kann.

 Schöne Grüße aus Guangzhou, Jörg!
DimSum

15. Oktober 2012

Überbreite

Der hat mal eben die halbe Autobahn für sich benötigt - ausgehend von 3 Fahr- und einem Standstreifen! Und nein, das ist keine Fotomontage - das hab ich tatsächlich so heute auf dem Weg nach Hause aufgenommen!

Man sollte auch erwähnen, dass die Bäume am Straßenrand den rechten oberen Ballen schon so richtig schön zerfleddert haben, so dass schon Kilometer vorher viel Müll auf der Autobahn rumschwebte.

Schöne Grüße aus Guangzhou, Jörg!

14. Oktober 2012

Xinjiang

Yang Rou ChuanCotton mountainTaklamakan 1Taklamakan 2Taklamakan 3Camel ride
CamelTarim bassinSmall palLop Nor folk danceKorlaPoplar alley
Four leg trafficPole sitting115 hpSmall canal in reedThe best viewBostan lake
On the waterNot on the waterReedMongol tentFishing contestFish feast

Hier klicken, für das ganze Xinjiang Album auf Flickr.

Während der verlängerten Woche der Nationalfeiertage waren Audrey und ich in Xinjiang. Es war, trotz der teuren Flüge, eine Reise die jeden Cent wert war.

Es gibt so viel zu erzählen, was ich hier aber nicht machen werden, und so viele Bilder zu zeigen; also hab ich hier mal die 99 besten ausgesucht.

Schöne Grüße aus Guangzhou, Jörg!

8. September 2012

Sich wie zu Hause fühlen

Auch in der Metro ... genau die Höhe wo kleine Kinder dann anfassen.

Ohne Kommentar!

Schöne Grüße aus Guangzhou, Jörg!

15. August 2012

Geschockt vom salzigen Trunk

Mein lieber Herr Gesangsverein, da hab ich mich beim Trinken ganz schön erschrocken - vom Geschmack!

Ich griff zu einer Flasche, die einem von mir sehr geschätzen Kumquat-Drink sehr ähnlich sieht, und nahm einen kräftigen Schluck. Ich hatte tierisch Durst, von daher war es ein recht großer Schluck. Die Emotionen die ich bei diesem sensorischen Erlebnis hatte, sind nur schwer in Worte zu fassen. Es war nicht wirklich Ekel, aber doch eine riesige Überraschung, als sich der Drink als salzig entpuppte.

Wer macht sowas? Salziges Mandarinengetränk?

Eine neue Geschmackserfahrung reicher kann ich nur warnen: "Augen auf, beim Getränkekauf!"

Schöne Grüße aus Guangzhou, Jörg!

3. Juli 2012

Vier Spuren für rechts, vier Spuren für links

So ist das in China - 4 Spuren für jede Richtung macht in meinem Fall 8 Spuren in Summe. Auch das Navi weiß das.

Leider ist das Bild etwas unscharf, da ich dies im rollenden Verkehr gemacht habe. Man muss in Guangzhous Verkehr schon etwas aufpassen, auch wenn es auf diesen Photo vergleichsweise leer aussieht. Was das Navi nicht weiß, ist das aus vier Spuren aus meiner Richtung und drei Spuren von rechts nur drei Spuren plus Busspur werden, und diese gleichzeitig grün bekommen.

Schöne Grüße aus Guangzhou, Jörg!

18. Juni 2012

Tollgate ahead - Slow down

Und so sieht das dann aus, wenn man an die Mautstation heranrollt. Ganz billig ist das auch nicht. Für meinen Weg zur Arbeit bezahle ich ca. 5€ nur für Maut hin- und zurück. Dafür ist das Benzin billiger.

Schöne Grüße aus Guangzhou, Jörg!

15. Mai 2012

Premium Economy und Business Class

Wenn ihr jetzt glaubt, ich spreche über Flugzeuge, dann irrt ihr!

Ich sitzte gerade im Zug, leider aber nicht in der gezeigten Business Class, sondern "nur" in der ersten Klasse, vergleichbar mit Premium Economy beim Flugzeug. Business Class ist hier im Zug höherwertig. Mit diesem Zug bin ich gerade 1132km zwischen Tianjin und Suzhou unterwegs, Spitzentempo 306 km/h. China hat offiziell aus Energieverbrauchsgründen die Geschwindigkeit von möglichen 380 km/h generell auf 300 begrenzt. Die 4:42h sind aber dank gutem 3G Empfang, Steckdose und Notebook kurzweiliger, als es ein vergleichbarer Flug gewesen wäre. Hinzu kommt, das der Zug auf die Minute pünktlich ist, hingegen man beim Fliegen in China immer häufiger mit Verspätungen rechnen muss, leider auch oft mehrere Stunden.

Das Zugticket in der zweiten Klasse auf der genannten Strecke kostet ca. 60€, erste Klasse 100€. Die im Bild gezeigte Business Class kostet etwa 115€.

Diese Hochglanzkathedrale im zweiten Bild ist der Bahnhof Nanjing Süd. Das man keine Leute sieht, liegt an dem Umstand, dass der Zugang zum Bahnsteig wie beim Boarding am Flughafen erst kurz vor der Abfahrt möglich ist. Das macht auch Sinn, da nicht haltende Züge hier mit Hochgeschwindigkeit durch die Bahnhöfe rauschen.

Achso, der Zug in dem ich sitze, ist der in China gebaute Velaro basierend auf Siemenstechnik.

Schöne Grüße aus China, Jörg!